Berücksichtigungszeiten

Unter den Berücksichtigungszeiten versteht man im rentenrechtlichen Kontext gesonderte Zeiten für die Kinderbetreuung. Da diese Zeiten gesondert von der Rentenversicherung anerkannt werden, ergibt sich für Mütter eine verbesserte Berücksichtigung der Wartezeiten im Rahmen der allgemeinen Rentenberechnung.

Die Berücksichtigungszeiten werden mit dem Sozialgesetzbuch VI definiert und bieten seit ihrer Einführung im Jahr 1992 eine verbesserte Anrechnung der Wartezeiten speziell für Frauen, die ihre Kinder bis zum 10. Lebensjahr betreuen. Aus diesem Grund ist die rentenrechtliche Zeit auch unter dem Namen Kinderberücksichtigungszeit bekannt.

Die Berücksichtigungszeiten, die während der Kinderbetreuung gesondert anerkannt werden, erhöhen den späteren Rentenanspruch jedoch nur minimal: Vielmehr werden im Rahmen der Kinderbetreuung verbesserte Anwartschaften erworben. Die Zeit gilt ab dem Geburtstermin bis zum 10. Lebensjahr des Kindes und läuft parallel bei Familien mit mehreren Kindern. Dabei ist die Anerkennung der Berücksichtigungszeiten an die Voraussetzung geknüpft, dass während der Kindererziehungszeit nur eine geringfügige Tätigkeit ausgeübt werden darf. Die rentenrechtliche Berücksichtigungszeit gilt demnach hauptsächlich für Mütter, die ihre Berufstätigkeit für die Kindererziehung weitgehend aufgeben.