Beitragsfreie Zeiten

Jene Zeiten, für die keine Beitragszahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung erfolgen, die aber dennoch bei der Rentenberechnung berücksichtigt werden oder auf die Wartezeiten angerechnet werden, bezeichnet man als beitragsfreie Zeiten.

In die Rentenberechnung fließen die rentenrechtlichen Zeiten ein. Dazu gehören neben den Beitragszeiten und den Berücksichtigungszeiten auch die beitragsfreien Zeiten. Diese sind unter anderem die Anrechnungszeiten, die Ersatzzeiten und die Zurechnungszeit. Anrechnungszeiten können zum Beispiel Zeiten der Arbeitsunfähigkeit, der Ausbildungssuche oder der Arbeitslosigkeit sein.

Obliegt dem Beitragszahler keine Schuld dafür, dass er für bestimmte Zeiten keine Beiträge zahlen konnte, so werden diese als Ersatzzeiten bezeichnet. Darunter fallen zum Beispiel Zeiten der Vertreibung oder Flucht, Haftzeiten in der ehemaligen DDR usw. Ersatzzeiten werden erst ab dem 14. Lebensjahr gewährt.

Hat der Versicherte das 60. Lebensjahr noch nicht vollendet und tritt eine Erwerbsminderung ein, so bezeichnet man diese Zeit als Zurechnungszeit, die ebenfalls zur beitragsfreien Zeit zählt. Beitragsfreie Zeiten werden in der Rentenversicherung mit einem Durchschnittswert bewertet, der sich aus allen Beitragszeiten zusammensetzt.