Aufstockungsbeitrag

Geringfügig Beschäftigte können schriftlich einen Aufstockungsbeitrag zur Rentenversicherung beantragen. Damit erwirbt man auch für geringfügige Beschäftigungsverhältnisse einen vollwertigen Rentenanspruch. Dieser Beitrag muss jedoch selbst gezahlt werden, weil der Arbeitgeber für 400,- Euro Jobs nur Pauschalbeiträge abführt.

Der Aufstockungsbeitrag ist eine freiwillige Beitragszahlung an die gesetzliche Rentenversicherung. Mit der monatlichen Zahlung eines Mindestbeitrags von etwa 33,- Euro werden auch bei der Ausübung eines Minijobs vollwertige Rentenversicherungsansprüche erworben. Geringfügige Beschäftigungsverhältnisse bis 450,- Euro sind in der Rentenversicherung ansonsten versicherungsfrei, da vom Arbeitgeber nur ein pauschaler Beitrag von 15 Prozent abgeführt wird. Für Minijobber bedeutet das: Während einer geringfügigen Beschäftigung erwerben sie ausschließlich Zuschläge zu den Entgeltpunkten in der Rentenversicherung.

Mit dem Aufstockungsbeitrag können hingegen vollwertige Beschäftigungszeiten für die Rente erworben werden. Zur Inanspruchnahme des Aufstockungsbeitrages müssen Arbeitnehmer ihrem Arbeitgeber schriftlich mitteilen, dass sie auf ihre Versicherungsfreiheit während eines Minijobs verzichten und den Pauschalbetrag bei 450,- Euro Jobs eigenständig aufstocken. Mit dem Erwerb vollwertiger Rentenansprüche werden auch geringfügige Beschäftigungszeiten in vollem Umfang bei der Rentenberechnung anerkannt.