ICD-Schlüssel

Mit dem international einheitlichen ICD-Schlüssel geben Ärzte und Krankenhäuser ihre Diagnosen in Bescheinigungen, Gutachten und Berichten an. Aufgrund des von der Weltgesundheitsorganisation entwickelten Verfahrens sind weltweite Statistiken über Krankheiten und das Gesundheitssystem möglich.

ICD-Schlüssel lautet die Abkürzung für den englischsprachigen Begriff "International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems", übersetzt "Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme". Dieser weltweit einheitliche Zifferncode zur Bezeichnung von Krankheits-Diagnosen geht auf eine Entwicklung der Weltgesundheitsorganisation zurück. Den meisten Menschen ist der ICD-Schlüssel von Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen und ärztlichen Attesten bekannt, denn er ersetzt die klarschriftliche Angabe der ärztlichen Diagnose.

Der international gültige ICD-Schlüssel kann durch nationale Anhänge erweitert werden. Viele Länder verfügen daher neben dem internationalen IDC-Katalog über eigene nationale Kataloge. In Deutschland enthält der ICD-Schlüssel neben dem internationalen Zifferncode für die Krankheitsdiagnose zusätzlich einen alphabetischen Bestandteil, der die Sicherheit der Diagnose sowie die Lokalisation konkretisiert. In den Paragrafen 295 und 301 verpflichtet das Fünfte Buch zum Sozialgesetzbuch Ärzte und Krankenhäuser in Deutschland, den ICD-Schlüssel anzuwenden.