IGeL

Da der Umfang der durch gesetzliche Krankenkassen finanzierten Untersuchungs- und Behandlungsleistungen von Haus- und Fachärzten begrenzt ist, bieten niedergelassene Ärzte sogenannte IGeL, also individuelle Gesundheitsleistungen an. Dabei handelt es sich um private Leistungen, die Patienten selbst bezahlen müssen.

Der Gesetzgeber legt in den Sozialgesetzbüchern und speziellen Verordnungen fest, in welchem Umfang gesetzliche Krankenkassen medizinische Leistungen finanzieren müssen. Darüber hinaus steht es den Krankenkassen frei, weitere Kosten als Serviceleistungen für ihre Mitglieder zu übernehmen. In der Regel halten sich Krankenkassen an die Vorgaben. Einzelne Versicherer bieten ihren Patienten eine geringe Auswahl von Zusatzleistungen an.

Unter dem Begriff IGeL empfehlen niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten ihren Patienten Untersuchungen und Behandlungen, die nicht im gesetzlichen Leistungskatalog enthalten sind. IGeL ist die Abkürzung für individuelle Gesundheitsleistungen. Patienten, die sich für diese zusätzlichen Leistungen ihrer Ärzte entscheiden, müssen selbst für die dadurch entstehenden Kosten aufkommen. Typische IGeL sind Ultraschalluntersuchungen, insbesondere im Rahmen gynäkologischer Vorsorgeuntersuchungen, Glaukom-Vorsorgeuntersuchungen der Augenärzte, verschiedene Laborleistungen sowie die Prostatakrebsfrüherkennung durch Bestimmung des PSA-Wertes. Auch die Hautkrebsvorsorge sowie zahlreiche Medikamentenverordnungen fällt unter die IGeL.