Fallwert

Für die ambulante Versorgung der gesetzlich krankenversicherten Patienten erhalten niedergelassene Mediziner ihre Vergütung über sogenannte Regelleistungsvolumina. Dabei errechnet sich die Höhe der Vergütung durch die gesetzliche Krankenversicherung nach dem Fallwert und der Fallzahl.

Für jeden, in einem Quartal behandelten gesetzlich krankenversicherten Patienten, erhält ein Praxisinhaber einen festen Fallwert. Die Höhe dieses Wertes richtet sich nach der fachlichen Ausrichtung und schwankt zwischen rund 10 und 100 Euro pro Patient. So erhalten Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen eine sehr niedrige Vergütung pro Fall, während ein Patient bei einem Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie einen um ein Vielfaches höheren Fallwert erzielt. Wie oft und wegen welcher Beschwerden der Patient behandelt wird, spielt keine Rolle für die Höhe dieses Patientenwertes.

Zusätzlich besteht für jede Praxis eine Begrenzung der Fallzahl, also der Anzahl von Patienten, die in einem Quartal behandelt werden dürfen. Die Fallzahl multipliziert mit dem Fallwert ergibt das Regelleistungsvolumen. Das ist der Höchstbetrag, den die Kassenärztliche Vereinigung zum vollen Satz vergütet.