Dokumentations- und Aufbewahrungspflicht

Die Dokumentations- und Aufbewahrungspflicht schreibt vor, dass Ärzte über durchgeführte Behandlungen und Operationen Aufzeichnungen anfertigen und diese Unterlagen anschließend fristgerecht aufbewahren müssen. Das Vorgehen gewährleistet Sicherheit und gibt Ärzten und Patienten die Möglichkeit, ihre Rechte durchzusetzen.

Die Dokumentations- und Aufbewahrungsfrist für Vertragsärzte ergibt sich aus verschiedenen Gesetzen und Verordnungen. Insbesondere die Berufsordnungen, die Bundesmantelverträge, die Röntgen- und Strahlenschutzverordnung sowie der Behandlungsvertrag zwischen Arzt und Patient sind maßgeblich. In der Regel gilt die Dokumentations- und Aufbewahrungspflicht für zehn Jahre; in Einzelfällen sind längere Fristen möglich.

Ärzte sind verpflichtet, jede Behandlung, jeden Befund, jede veranlasste Leistung, die Aufklärung des Patienten und das Datum der Behandlung zu dokumentieren und die Aufzeichnungen aufzubewahren. Diese ausführliche Dokumentations- und Aufbewahrungspflicht dient der Behandlungssicherheit, da sie eine wichtige Gedächtnisstütze darstellt. Gleichzeitig enthalten die Unterlagen alle für den Patienten wichtigen Informationen. Sie geben ihm die Möglichkeit, seine Patientenrechte durchzusetzen. Auch für die Mediziner selbst ist die Dokumentations- und Aufbewahrungspflicht wichtig; sie liefert wichtige Anhaltspunkte bei Streitigkeiten um die Abrechnung.