Bewertungsausschuss

Der Bewertungsausschuss legt fest, in welcher Höhe medizinische Leistungen der Vertragsärzte durch die gesetzliche Krankenversicherung vergütet werden. Vertreter des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen und Vertreter der Ärzteschaft legen gemeinsam das jeweils gültige Gebührenverzeichnis fest.

Ärzte rechnen die von ihnen erbrachten Leistungen mit den Krankenkassen der Patienten ab. Für ihre Arbeit erhalten die Mediziner von der gesetzlichen Krankenversicherung fest vergütete Sätze. Welche Leistungen die Ärzte in welcher Höhe abrechnen dürfen, legt ein einheitlich geltendes Gebührenverzeichnis fest. Der Bewertungsausschuss beschließt das jeweils gültige Verzeichnis und legt die Höhe der Vergütungen fest.

Im regulären Bewertungsausschuss arbeiten drei Vertreter der Krankenkassen und drei Vertreter der Ärzteschaft zusammen. Ihnen steht das Institut des Bewertungsausschusses zur Seite, das die Beschlussfassung durch empirische Analysen unterstützt. Das Gremium kann seine Beschlüsse nur einvernehmlich festlegen. Kann keine Einigung erzielt werden, erweitern ein unparteiischer Vorsitzender und zwei weitere unparteiische Mitglieder den Ausschuss auf Antrag. Beschlüsse, die der Bewertungsausschuss fasst, gelten als Verwaltungsakte und untergesetzliche Normen.