Ersatzkasse

Ersatzkassen sind anerkannte gesetzliche Krankenkassen. Ihre besondere Stellung im Rahmen der gesetzlichen Sozialversicherung ist auf die Einführung des Sozialversicherungssystems im 19. Jahrhundert zurückzuführen. Die Gründung von Ersatzkassen geht bereits auf die Zeit vor der gesetzlichen Sozialversicherung zurück.

Ersatzkassen sind gesetzliche Krankenkassen. Ihre Sonderstellung unter den Krankenkassen geht auf die Einführung des gesetzlichen Sozialversicherungssystems im 19. Jahrhundert zurück. In ihren Ursprüngen ist die gesetzliche Krankenversicherung berufsständisch organisiert. Damit erfolgt die Krankenversicherung in berufsständischen Pflichtversicherungen, den sogenannten Primärversicherungen wie den Innungskrankenkassen für das Handwerk.

Die Gründung der Ersatzkassen geht in der Regel auf die Zeit vor der Einführung des gesetzlichen Sozialversicherungssystems zurück. Personen, die zu dieser Zeit bereits über eine freiwillige Krankenversicherung in einer dieser Krankenkassen verfügten, konnten daher ersatzweise für die berufsständische Versicherung weiterhin bei ihren ursprünglichen Versicherungen bleiben. Darüber hinaus standen die Ersatzkassen auch neuen Mitgliedern offen, sofern sie berufsständisch für sie zuständig waren. Die Stellung der Ersatzkassen ist heute in § 168 des fünften Buches des Sozialgesetzbuches geregelt. Die berufsständische Trennung in Arbeiter und Angestellte gibt es nicht mehr. Derzeit sind in Deutschland sechs Ersatzkassen zugelassen.