Freie Kassenwahl

Die freie Kassenwahl sichert gesetzlich Krankenversicherten zu, sich frei für eine Krankenkasse zu entscheiden. Anders als bei der privaten Krankenversicherung dürfen Anträge auf Mitgliedschaft bei der gewählten Krankenkasse nicht abgelehnt werden.

Um den Wettbewerb in der gesetzlichen Krankenversicherung zu steigern und die Krankenkassen zu mehr Wirtschaftlichkeit zu zwingen, haben die gesetzlich Versicherten seit 1996 die freie Kassenwahl. In der Anfangszeit waren die Betriebs- und Innungskrankenkassen von der Regelung ausgenommen. Heute besteht die freie Kassenwahl außer bei den landwirtschaftlichen Versicherungen.

Jeder gesetzlich Versicherte darf heute seine gesetzliche Krankenversicherung frei auswählen. Die Krankenkassen stehen in einem direkten Wettbewerb zueinander. Anreize für einen Wechsel der Krankenversicherung setzen nicht mehr unterschiedlich hohe Beitragssätze. Vielmehr dienen spezielle Behandlungsprogramme für chronische Erkrankungen wie Asthma oder Diabetes  Anreize zum Wechsel des Versorgers. Die freie Kassenwahl haben alle Vollmitglieder. Bereits mit Vollendung des 15. Lebensjahres dürfen eigenständig versicherte Jugendliche (z. B. Auszubildende) allein über die Wahl ihrer Krankenversicherung entscheiden.