Bonus-Malus-Regelung

Als Bonus-Malus-Regelung in der Rentenversicherung bezeichnet man Vereinbarungen, die die Krankenkassen mit den Leistungserbringern treffen, um das Verhalten bzw. die Leistungen zu beeinflussen. Damit strebt man Anreize an, Veränderungen herbeizuführen.

Insbesondere sollen mit der Bonus-Malus-Regelung für den Leistungsnehmer finanziell positive Veränderungen erzielt werden, wobei auch negative Leistungsveränderungen möglich sind. Als Beispiel für diese Regelung wird die Arzneimittelverordnung genannt. Hier sollen Vergütungsanreize dazu führen, dass die Arzneimittelverordnung wirtschaftlicher handelt.

Für Personen, die die Rente beziehen, wirkt sich dieses System dahin gehend aus, dass Rentenbezieher eine höhere Rente erhalten, wenn sie länger gearbeitet haben. Wer hingegen früher in den Ruhestand geht, muss mit finanziellen Einbußen rechnen. Ausschlaggebend dafür, wie hoch die Boni sind, ist jener Zeitraum, den man länger erwerbstätig ist. Ebenso verhält es sich mit den Abschlägen, die sich erhöhen, je früher man vor dem Regelrentenalter in Rente geht. Für die Bonus-Malus-Regelung wird eine Berufslaufbahn von 45 Jahren als Richtwert angesehen, wobei das Rentenalter auf 67 Jahre angehoben werden soll.