Belegarzt

Aufgrund einer vertraglichen Vereinbarung nutzt ein Belegarzt die Einrichtungen des Krankenhauses für seine Patienten, führt Operationen selbst durch und betreut seine Patienten stationär im Krankenhaus sowie ambulant in seiner Praxis.

Einem Belegarzt steht in einem Krankenhaus eine feste Anzahl an Betten zur Verfügung, die er mit seinen Patienten belegen kann. Belegärzte sind niedergelassene Ärzte, die in der Regel auch Operationen durchführen und dafür die Einrichtungen von Krankenhäusern nutzen. Grundlage der Zusammenarbeit zwischen Krankenhaus und Belegarzt ist eine vertragliche Vereinbarung. Für seine Aktivitäten als Belegarzt benötigt ein niedergelassener Arzt eine grundsätzliche Anerkennung durch die Kassenärztliche Vereinigung.

Krankenhäuser erweitern mit Belegärzten ihr Angebot an Fachdisziplinen, ohne spezialisierte Fachärzte einstellen zu müssen. Typische Belegärzte sind Hals-, Nasen- und Ohrenärzte, Orthopäden, Urologen oder Augenärzte. Darüber hinaus sind Gynäkologen vor allem in der Geburtshilfe vielfach neben ihrer Tätigkeit in der ambulanten Praxis auch als Belegärzte in Krankenhäusern tätig. Die Abrechnung der Leistungen mit den Krankenkassen oder privaten Patienten erfolgt durch den Belegarzt. Für die Nutzung der Krankenhauseinrichtungen zahlt er den vereinbarten Betrag an die Klinik.