Aufklärungspflicht

Wie in vielen Berufen zählt auch bei Ärzten die Aufklärungspflicht zu den Berufspflichten. Darunter versteht man, dass ein Arzt rechtmäßig dazu verpflichtet ist, seine Patienten über die ärztliche Diagnose und die Behandlung rechtzeitig zu informieren.

Die Aufklärungspflicht umfasst des Weiteren auch Informationen hinsichtlich Umfang, Verlauf, Risiko, Alternativen sowie Prognosen, wobei das Gespräch rechtzeitig und umfassend erfolgen muss. Die Behandlung darf erst beginnen, wenn der Patient zugestimmt hat. Missachtet ein Arzt seine Aufklärungspflicht, so stellt die invasive Behandlung eine strafbare Körperverletzung dar, wodurch der Arzt auf Schadenersatz verklagt werden kann.

Der Patient hat somit ein Selbstbestimmungsrecht, ob er der Behandlung zustimmt. Dieses stellt ein Patientenrecht dar, das in Bezug auf die Menschenwürde und die Grundrechte auf Leben und körperliche Unversehrtheit beruht. Bei sehr dringenden Behandlungen wird die Aufklärung durch den Arzt etwas weniger ausführlich sein, dennoch muss der Patient auf etwaige Risiken, Folgen usw., die durch die Behandlung entstehen können, informiert werden und freiwillig an der Behandlung teilnehmen.