Zusätzlicher Beitragssatz

Der zusätzliche Beitragssatz in Höhe von 0,9 Prozent der beitragspflichtigen Bruttoeinnahmen wurde seit dem 1. Juli 2005 erhoben. Für die Versicherten bedeutet dies aber keine Mehrbelastung von 0,9 Prozentpunkten, denn die Krankenkassen wurden gesetzlich verpflichtet, ihren Beitragssatz in gleichem Umfang zu senken.

Da der allgemeine Beitragssatz auch weiterhin paritätisch getragen wurde, kommt diese Senkung den Versicherten zur Hälfte zu Gute. Somit wurden sie zunächst mit 0,45 Prozentpunkten belastet. Bezieher von Arbeitslosengeld II und mitversicherte Familienangehörige zahlten den zusätzlichen Beitragssatz nicht.

Die Einnahmen aus dem zusätzlichen Beitragssatz flossen den Krankenkassen unabhängig von den Ausgaben für einzelne Leistungen zu. Mit einer Finanzierung des Krankengeldes hat der zusätzliche Beitragssatz nichts zu tun.

2007 wurde der im Rahmen der Gesundheitsreform der Großen Koalition der zusätzliche Beitragssatz vom  kassenindividuellen Zusatzbeitrag ersetzt.