Transparenz

Die Verwaltungskosten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) betrugen im Jahr 2004 rund 8 Milliarden Euro. Das sind etwa 5,7 Prozent der Gesamtkosten. Die Versicherten und Beitragszahler haben einen Anspruch darauf, zu erfahren, wofür genau diese nicht unbeträchtliche Summe ausgegeben wird. Sie müssen die Ausgaben ihrer Krankenkasse nachvollziehen können: Erst durch Transparenz und Vergleichbarkeit wird Wettbewerb möglich.

Im Zuge der Gesundheitsreform sind deshalb die gesetzlichen Krankenkassen und ihre Verbände, die Kassenärztlichen und Kassenzahnärztlichen Vereinigungen und auch die Kassenärztliche und Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung zur jährlichen Offenlegung und Veröffentlichung aller Vorstandsvergütungen einschließlich der Nebenleistungen und Versorgungsregelungen verpflichtet worden. Diese Informationen müssen im Bundesanzeiger, in den ärztlichen Mitteilungen der Kassenärztlichen und Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung und in den Mitgliederzeitschriften der Krankenkassen publiziert werden.

Für die Krankenkassen gilt zudem, dass sie jährlich in ihren Mitgliederzeitschriften ausführlich ihre Ausgaben dokumentieren. Daraus muss ersichtlich sein, wie hoch der Anteil der Verwaltungskosten gemessen am Beitragssatz ist.