Patentgeschützte Arzneimittel

In Deutschland kann sich ein pharmazeutisches Unternehmen einen neu entwickelten Arzneimittelwirkstoff für die Dauer von 20 Jahren patentieren lassen. Die Herstellung und der Verkauf wirkstoffgleicher, preiswerter Nachahmerpräparate, so genannter Generika, ist anderen Unternehmen in dieser Zeit grundsätzlich nicht erlaubt.

Vielfach verlangen die Hersteller hohe Preise für Medikamente, die zwar die formalen Voraussetzungen für den Patentschutz erfüllen, aber keinen wirklichen Zusatznutzen bieten. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von Schein- oder Schrittinnovationen.

Im Zuge der Gesundheitsreform werden patentgeschützte Arzneimittel, die keine nennenswerte therapeutische Verbesserung bewirken, unter bestimmten Bedingungen in die Festbetragsregelung einbezogen.