Paritätische Finanzierung

Seit Erlass des "Gesetzes betreffend die Krankenversicherung der Arbeiter" durch Reichskanzler Otto von Bismarck im Jahr 1883 werden die Beiträge zur Krankenversicherung von Arbeitnehmern und Arbeitgebern gemeinsam bezahlt.

Die zu jeweils gleichen Teilen - paritätisch - getragene Beitragsfinanzierung gehört zu den Grundprinzipien der Sozialversicherung insgesamt. Von dieser grundsätzlichen Regelung gab es bereits in der Vergangenheit Abweichungen, etwa durch die Zuzahlungen GKV-Versicherten bei Arzneimitteln.

Ab dem 1. Juli 2005 wird von den Mitgliedern der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ein zusätzlicher Beitragssatz in Höhe von 0,9 Prozent der beitragspflichtigen Bruttoeinnahmen erhoben. Da der allgemeine Beitragssatz auch weiterhin paritätisch getragen wird, kommt diese Senkung den Versicherten nur zur Hälfte zugute. Somit werden sie zunächst mit 0,45 Prozentpunkten belastet.

Die Arbeitgeber sowie die Rentenversicherungsträger tragen den zusätzlichen Beitragssatz nicht mit.