Lohnnebenkosten

Neben den tariflichen Lohnnebenkosten, zum Beispiel Urlaubsgeld, 13. Monatsgehalt, Leistungen zur betrieblichen Altersversorgung oder Erfolgsbeteiligungen, fallen vor allem die Lohnnebenkosten für die Beiträge zur Sozialversicherung ins Gewicht. Die Lohnnebenkosten beruhen also auf Tarifverträgen, freiwilligen Leistungen des Arbeitgebers oder Gesetzen. Sie fallen neben dem eigentlichen Lohn oder Gehalt eines Arbeitnehmers an.

Die Sozialversicherungsbeiträge - also die Beiträge zur gesetzlichen Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Unfallversicherung sowie zur sozialen Pflegeversicherung - werden prinzipiell zur Hälfte vom Arbeitgeber getragen. Steigende Sozialversicherungsbeiträge führen also zu höheren Arbeitskosten und belasten nicht nur die Arbeitnehmer, sondern auch die Arbeitgeber. In parteiübergreifenden Gesprächen zur Gesundheitsreform 2003 wurde beschlossen: Die Betriebe müssen von Lohnnebenkosten entlastet werden.

Seit dem 1. Juli 2005 wird deshalb von den Mitgliedern der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ein zusätzlicher Beitragssatz in Höhe von 0,9 Prozent der beitragspflichtigen Bruttoeinnahmen erhoben. Gleichzeitig wurden die Beitragssätze um 0,9 Prozent abgesenkt. Gleichzeitig werden die Beitragssätze um 0,9 Prozent abgesenkt. Das bedeutet für die gesetzlich Versicherten eine Mehrbelastung von 0,45 Prozentpunkten. Bezieher von Arbeitslosengeld II und mitversicherte Familienangehörige zahlen den zusätzlichen Beitragssatz nicht.

Die Arbeitgeber sowie die Rentenversicherungsträger tragen den zusätzlichen Beitragssatz nicht mit. Dadurch werden die Lohnnebenkosten verringert und die Betriebe um rund 4,5 Milliarden Euro jährlich entlastet. Das ist in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit ein wichtiger Impuls für die Belebung des Arbeitsmarktes und zur Schaffung neuer Stellen.