Leistungserbringer

Ärzte, Zahnärzte, Krankenhäuser und Apotheken, aber auch eine Vielzahl anderer Anbieter von Gesundheitsleistungen wie Ergotherapeuten oder Hebammen stellen im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) Leistungen bereit und werden unter dem Begriff Leistungserbringer zusammengefasst. Leistungserbringer sind in der Regel in Verbänden auf Bundes- oder Landesebene organisiert, die die Interessen ihrer Mitglieder als Vertragspartner der Krankenkassen vertreten. Im vertragsärztlichen Bereich beispielsweise nehmen diese Interessen die kassenärztlichen beziehungsweise kassenzahnärztlichen Vereinigungen wahr.

Mit der Gesundheitsreform haben sich die Rahmenbedingungen für die Leistungserbringer zum Teil grundlegend verändert. Krankenkassen können mit einzelnen Leistungserbringern Direktverträge abschließen. Mit der Zulassung von Medizinischen Versorgungszentren, dem Angebot hausarztzentrierter Versorgung, der Weiterentwicklung der Integrierten Versorgung oder der Zulassung des Versandhandels für Arzneimittel müssen sich die Leistungserbringer auf einen deutlich schärferen Wettbewerb einstellen.

Zugleich verfolgen diese Neuerungen aber auch das Ziel, die Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Krankenhäusern und anderen Leistungserbringern zu stärken, denn die unzureichende Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Sektoren stellt eines der größten Probleme des deutschen Gesundheitswesens dar.