Effizienz im Gesundheitswesen

Bei den Gesundheitskosten nimmt Deutschland mit einem Ausgabenvolumen von insgesamt 234,2 Milliarden Euro (2002) einen internationalen Spitzenplatz hinter den USA und der Schweiz ein. Doch trotz der hohen Ausgaben im Gesundheitswesen erreicht Deutschland - verglichen mit anderen Ländern - zu wenig Qualität: Die Effizienz des Gesundheitssystems ist zu gering.

In Deutschland haben sich Strukturen entwickelt, in denen verschiedene Leistungsbereiche des Gesundheitswesens nebeneinander statt miteinander arbeiten. Die ambulante Versorgung durch den niedergelassenen Arzt, die stationäre Versorgung im Krankenhaus und die Rehabilitation in spezialisierten Einrichtungen sind zu wenig miteinander verzahnt.

Dadurch kommt es zum Beispiel zu Doppeluntersuchungen, die Behandlung erfolgt im Einzelfall zu wenig koordiniert. Das verursacht unnötige Kosten. Hinzu kommt ein oft mangelndes Kostenbewusstsein auf allen Seiten: bei den Leistungserbringern, also bei Ärzten, Apothekern, Krankenhäusern und Krankenkassen, aber auch bei Patientinnen und Patienten.