Arzneimittelpreisverordnung

Die Arzneimittelpreisverordnung ist eine Verordnung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie in Kooperation mit dem Bundesministerium für Gesundheit, um die Handelsspannen der Apotheken sowie der Pharmaunternehmen für verschreibungspflichtige Arzneimittel zu regeln.

Mit der Arzneimittelpreisverordnung wird sichergestellt, dass Hersteller und Apotheken den Einkaufspreis nur um einen bestimmten Prozentanteil erhöhen dürfen. Der Großhandelszuschlag für Arzneimittel darf demnach maximal 3,15 Prozent betragen, wobei aber maximal nur 37,80 Euro aufgeschlagen werden dürfen. Zusätzlich ist ein Festzuschlag von 70 Cent erlaubt. Die Apotheke erhält die Arzneimittel zum Einkaufspreis und darf diesen dann um maximal 3 Prozent teurer an ihre Kunden oder die Krankenkassen weiterverkaufen.

Pro Packung dürfen dadurch maximal 8,35 Euro pauschal aufgeschlagen werden. Zu diesem Preis wird noch die Mehrwertsteuer hinzugerechnet. Ein höherer Zuschlag ist nur für Arzneimittellösungen für bestimmte Therapien erlaubt, die in der Apotheke selbst hergestellt werden. Dieser kann je nach Medikament und Zubereitung zwischen 51 und 90 Euro liegen. Vergünstigungen können Krankenkassen durch die Arzneimittel-Rabattverträge erzielen.