Gold als Kapitalanlage

Die sichere Kapitalanlage in Inflationszeiten?

Sie suchen eine sichere Form der Geldanlage oder möchten durch Gold Ihre Altersvorsorge absichern? Dann sollten Sie unbedingt lesen, welche Chancen und Risiken das Gold als Kapitalanlage mit sich bringt!

Gold als Kapitalanlage im Überblick

Schon seit Jahrzenten ist das Gold als Kapitalanlage bei vielen Anlegern sehr beliebt. Gerade in der Zeit der Finanzkrise sehen viele Menschen in dieser Form der Geldanlage eine gute Möglichkeit zum Schutz vor einer Inflation. Allerdings stellt gerade für Anleger im europäischen Raum diese Form der Geldanlage ein großes Risiko dar, da sich der Wert für Gold in Dollar bemisst. Aufgrund der möglichen Kursschwankungen kann somit der Wert der Feinunze in Euro schnell fallen.

Ebenso ist festzustellen, dass Gold im Gegensatz zu Geld oder Anleihen weder Zinsen noch Dividenden bringt. Nachweislich ist deshalb vor allem bei einer langfristigen Betrachtung die Rendite vergleichsweise gering. Der Wert von einer Unze Gold ist vom Angebot und der Nachfrage abhängig. Grundsätzlich ist jedoch auffällig, dass Gold auf längere Sicht sehr großen Marktschwankungen unterworfen ist. So mussten beispielsweise Anleger, die Anfang der 1980er Jahre in das Edelmetall investiert haben, in einem Zeitraum von rund 5 Jahren große Einbußen verzeichnen.

Vor allem zu Zeiten einer erwarteten Inflation wird Gold als Kapitalanlage verstärkt nachgefragt. Die steigende Nachfrage erhöht den Marktwert, Anleger kaufen das Gold zumeist zu einem zu hohen Preis ein. Sollte die erwartete Inflation nicht eintreten, kann der Anleger das erworbene Gold oft nur zu schlechteren Konditionen veräußern.

Gold als Kapitalanlage - Anlagemöglichkeiten

In welcher Form ein Anleger Gold erwirbt, beziehungsweise in das Edelmetall investiert, kann sehr unterschiedlich sein.

Sobald ein Anleger Gold als Kapitalanlage in physischer Form kauft, kommen auf ihn erhebliche Kosten zu. Gerade für Kleinanleger rechnet sich die Form der Anlage nicht, da der Aufschlag etwa 20 bis 30 Prozent beträgt.

Goldbarren sind somit aufgrund der Aufschläge tendenziell ungeeignet. Noch größere Einbußen müssen Anleger jedoch häufig bei den Goldmünzen verzeichnen. Als Sammlerstücke werden sie teilweise zu sehr hohen Preisen angeboten. Allerdings spiegelt der angebotene Verkaufspreis nicht den Wert des Goldes wider. Der nominelle Wert des Goldes ist wesentlich geringer. Bei einem Wiederverkauf kann ein Anleger deshalb zumeist nur Verluste erzielen.

Ebenso entstehen dem Anleger beim Erwerb von physischem Gold Kosten für die Lagerung. Er muss sich ein Schließfach mieten oder einen Safe kaufen, auch der Abschluss einer Versicherung ist oft unumgänglich. Aus diesem Grund ist das physische Gold als Kapitalanlage eher ungeeignet.

Allerdings gibt es für Anleger noch einige Alternativen zum physischen Gold. Dies sind zum Beispiel Wertpapiere, Zertifikate und EFTs, die auf den Edelmetall Gold basieren. Bei dieser Form von Anlage entstehen dem Anleger keine erheblichen Kosten durch den Erwerb. Der Wert dieser Anlage ist in der Regel von der Entwicklung eine Goldminenaktie oder eines Goldindex abhängig.

Gold als Kapitalanlage für die Altersvorsorge

Grundsätzlich stellt sich für viele Anleger die Frage, ob das Gold als Kapitalanlage für die Altersvorsorge geeignet ist. Gerade Experten sind sich bei diesem Thema sehr uneinig. Befürworter dieser Form der Altersvorsorge sehen Gold als eine geeignete Möglichkeit der Kapitalanlage an, da der Wert des Edelmetalls bestehen bleibt. Gold selbst ist inflationsgeschützt und kann auch nicht aufgrund von Fehlentscheidungen eines Managements an Wert verlieren. Im Gegensatz zu den Unternehmensanleihen ist beim Gold somit auch kein Totalverlust möglich.

Allerdings muss bei Anlageform Gold beachtet werden, dass die Wertentwicklung dieser Kapitalanlage ausschließlich von der Nachfrage abhängig ist. Dividenden und Zinsen werden nicht gewährt, das Gold selbst arbeitet also nicht für den Anleger. Ebenso ist es möglich, dass einzelne Ereignisse wie beispielsweise Finanzkrisen aber auch Konjunkturpakete die Nachfrage nach Gold kurzfristig erhöhen oder vermindern, sodass sich der Wert sprunghaft verändert.

Ein weiteres großes Risiko für den europäischen Anleger stellt die Abhängigkeit zum Dollar dar. Selbst bei gleichbleibender Nachfrage kann sich für den Europäer der Wert einer Unze Gold aufgrund einer Kursveränderung drastisch reduzieren. Aufgrund der großen Marktschwankungen aber auch dem erhöhten Währungsrisiko ist das Gold grundsätzlich nur bedingt als Kapitalanlage geeignet, da es nicht immer gewinnbringend verkauft werden kann.