Gibt es bei der Riester-Rente zu Rentenbeginn eine Kapitalauszahlung?

Riester-Verträge bieten zu Rentenbeginn grundsätzlich eine lebenslange Rentenauszahlung. Eine Kapitalauszahlung ist bis zu einer festgelegten Grenze ohne Einbußen möglich.

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Jeder Riester-Vertrag kann bedingungsgemäß während der Anwartschaft – also insbesondere zum Rentenbeginn – gekündigt werden. Sofern das fällige Kapital aber nicht auf einen anderen, zertifizierten Altersvorsorgevertrag übertragen wird, ist dies grundsätzlich eine förderschädliche Verwendung des Vertrages. In einem solchen Fall sind Zulagen und Steuervergünstigungen komplett zurückzuzahlen.

Allerdings besteht für den Riester-Sparer seit 2005 die Möglichkeit, sich zu Rentenbeginn 30 Prozent des angesammelten Kapitals förderunschädlich auszahlen zu lassen. Die Auszahlung unterliegt, wie sämtliche Leistungen aus staatlich geförderten Altersvorsorgeverträgen, der nachgelagerten Besteuerung.

Ebenso kann Kapital aus einem Riester-Vertrag zu Rentenbeginn entnommen werden, um die selbst genutzte Immobilie zu "entschulden".

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