Können Altersrückstellungen beim Wechsel aus der PKV in die GKV mitgenommen werden?

Bei einer Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) findet ein Systemwechsel statt. Anstelle des Kapitaldeckungsverfahrens werden die Beiträge im gesetzlichen Krankenversicherungssystem nach dem Umlageverfahren gebildet. Dies bedeutet, dass in der GKV keine Altersrückstellungen für höhere Gesundheitskosten im Alter gebildet werden. Die laufenden Beitragseinnahmen werden zur Deckung der laufenden Ausgaben verwendet. Daraus folgt, dass die in der PKV gebildeten Rückstellungswerte beim Wechsel in das gesetzliche System unwiderruflich verloren gehen und beim Privatversicherer verbleiben.

Wenn die Rückkehr in die GKV nur vorübergehender Natur ist, z.B. wegen Arbeitslosigkeit oder falls das Gehalt unter die Einkommensgrenze zur PKV fällt, ist es sinnvoll, die Rechte des PKV-Vertrages durch eine Anwartschaftsversicherung aufrecht zu erhalten. Mit der Anwartschaft können Versicherte den PKV-Vertrag wieder aufleben lassen, sofern die Voraussetzungen für den PKV-Wechsel vorliegen.

Die Kalkulation der Beiträge von GKV und PKV unterscheidet sich fundamental und kann nicht miteinander verglichen werden. Private Anbieter berücksichtigen Alter, Geschlecht, Gesundheitszustand sowie Tarifleistungen bei der Beitragsberechnung. Gesetzliche Kassen verlangen einen Prozentsatz vom Einkommen bis maximal zur Beitragsbemessungsgrenze.

Vergleich zur privaten Krankenversicherung

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