Welche PKV-Tarife sind langfristig beitragsstabil?

Langfristig steigen die Kosten für die Gesundheit und damit auch die Beiträge für die Krankenversicherung. Davon sind gesetzliche wie private Kassen betroffen. Im Gegensatz zur GKV garantiert die PKV die Leistungen jedoch bis zum Vertragsende. Daher führt der medizinische Fortschritt zwangsläufig zu einem Kostendruck. Beitragsstabile PKV-Tarife bleiben in der Beitragshöhe nicht konstant, sondern weisen geringere Beitragserhöhungen als der Durchschnitt auf. Im 10-Jahresvergleich zeigt sich, dass die PKV-Tarife im Schnitt zwischen 4 und 5 Prozent pro Jahr erhöht werden.

Als beitragsstabil kann ein Tarif also dann bezeichnet werden, wenn die Tariferhöhung unterhalb dieses Mittelwertes liegt. Die Ratinggesellschaft Morgen & Morgen untersucht daher regelmäßig die Beitragsentwicklungen von PKV-Tarifen. Bei den Tarifen mit einem Selbstbehalt von 0 bis 360 EUR pro Jahr, Unterbringung im Zweibettimmer im Krankenhaus und mindestens 90 Prozent Erstattung für Zahnbehandlung 75 Prozent für Zahnersatz konnten folgende Tarife am besten abschneiden:

Top-Tarife für Frauen

  • HanseMerkur: ASZG, PS2, PS3 - 2,21%
  • DEVK: AM-V1, ST-V2, ST-V3, ZE-V - 2,64%
  • DKV: M4-BR4 - 3,06%

Top-Tarife für Männer

  • HanseMerkur: ASZG, PS2, PS3 - 2,98%
  • DKV: Aktiv, SW2 - 4,33%
  • DEVK: AM-V0, ST-V2, ST-V3, ZE-V - 3,78%

Je nach Kombination des Versicherungsumfangs gibt es jedoch weitere Versicherer mit überdurchschnittlich beitragsstabilen Tarifen. Zu beachten ist allerdings, dass die Beitragsentwicklung der Vergangenheit keine Garantie für die künftige Tarifentwicklung ist. Zusätzlich sollten Interessenten noch die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen, die Zuführungsquote zu den Altersrückstellungen sowie den Neukundenzuwachs betrachten.

Vergleich zur privaten Krankenversicherung

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