Wer kann in die PKV wechseln?

Der Gesetzgeber legt die Zugangsvoraussetzungen für die private Krankenversicherung (PKV) fest. Für Arbeitnehmer zählt die Einkommensgrenze zu den wichtigsten Voraussetzungen. Für Selbstständige, Freiberufler und Beamte existieren bis auf wenige Ausnahmen keine sozialversicherungsrechtlichen Einschränkungen.

Der Gesetzgeber hat für den Wechsel in die private Krankenversicherung (PKV) bestimmte Regelungen vorgesehen. Nur bei Vorliegen der nachfolgenden Voraussetzungen ist ein Übertritt in die PKV überhaupt möglich:

  • Angestellte müssen ein Jahr über der Versicherungspflichtgrenze verdient haben, um in die PKV wechseln zu können. Die Kündigungsfrist in der Krankenkasse beträgt 2 Monate zum Monatsende. 2018 liegt die Einkommensgrenze bei 59.400 EUR im Jahr).
  • Selbstständige und Freiberufler können jederzeit in die private Krankenversicherung wechseln. Die Kündigungsfrist der GKV beträgt ebenfalls 2 Monate zum Monatsende.
  • Beamte können ebenfalls ohne Einkommensvoraussetzungen in die PKV wechseln.
  • Berufsanfänger können bei Überschreiten der Versicherungspflichtgrenze in die PKV wechseln. Maßgeblich ist, ob das Bruttogehalt voraussichtlich die Einkommensgrenze überschreitet.

Neben den sozialversicherungsrechtlichen Vorschriften spielen individuelle Kriterien eine Rolle. Jeder Privatversicherer nimmt im Rahmen der Antragstellung eine Risikoprüfung vor. Dabei wird neben der Bonität des Neukunden auch der Gesundheitszustand überprüft. Je nach Gesundheitszustand entscheidet die Gesellschaft,

  • ob die bestehenden Erkrankungen in den Versicherungsschutz eingeschlossen werden können,
  • ob der Beitrag um einen Risikozuschlag erhöht werden muss oder
  • ob eine Krankheit von der Leistungspflicht ausgeschlossen werden muss.

Bei besonders schwerwiegenden Krankheiten kann das private Unternehmen sogar den Antrag ablehnen.

Vergleich zur privaten Krankenversicherung

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