Wie hoch ist die Grenze für den Wechsel in die private Krankenversicherung?

Arbeitnehmer müssen mit ihrem Einkommen für 2018 über der Grenze von 59.400 Euro liegen, um in die private Krankenversicherung (PKV) zu wechseln. Berufsanfänger können gleich zum Berufsstart der PKV beitreten, wenn das Gehalt des Arbeitsvertrages die maßgebliche Einkommensgrenze übersteigt. Für bereits am 31.12.2002 Privatversicherte liegt die Entgeltgrenze bei 53.100 Euro.

Die Grenze gilt auch für Freiberufler und Selbständige, die eine versicherungspflichtige Beschäftigung ausüben. Wenn das Gehalt die sogenannte Jahresarbeitsentgeltgrenze übersteigt, besteht automatisch Versicherungsfreiheit in der Krankenversicherung. Somit besteht die Wahlmöglichkeit zwischen einer gesetzlichen oder privaten Kasse. Zur Bestimmung des Einkommens werden folgende Gehaltsbestandteile herangezogen, die regelmäßig anfallen und im Arbeitsvertrag aufgeführt sind:

  • Regelmäßiges Entgelt gemäß Arbeitsvertrag,
  • Vermögenswirksame Leistungen,
  • Sonderzahlungen,
  • Pauschale Vergütungen für Überstunden,
  • Zulagen,
  • Vergütungen für Bereitschaftsdienste bei Klinikpersonal.

Zu beachten ist, dass pauschale Beiträge für eine Direktversicherung das Entgelt verringern und Versicherungspflicht in der GKV eintreten können. Zuschläge für Fahrtkostenersatz und aufgrund des Familienstandes sowie Vergütungen für Überstunden zählen ebenfalls nicht zur Grenze für denPKV-Wechsel.

Vergleich zur privaten Krankenversicherung

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