Wann kann ich in die PKV wechseln?

Die Regelung zum Wechsel in die private Krankenversicherung (PKV) sind gesetzlich geregelt. Die Wechselmodalitäten hängen davon ab, ob Sie gesetzlich oder bereits privat krankenversichert sind.

Die Regelungen zum PKV-Wechsel für gesetzlich Krankenversicherte:

  • Beamte, Freiberufler und Selbständige können jederzeit unter Einhaltung der gesetzlichen Kündigungsfrist in das private System wechseln,
  • Arbeitnehmer können einer PKV nur beitreten, wenn das Gehalt die Einkommensgrenze einmalig übersteigt. Die Kündigungsfrist in der gesetzlichen Krankenkasse liegt bei zwei Monaten zum Monatsende. Wer im September kündigt, kann also zum 1. Dezember in die PKV wechseln.
  • Berufsanfänger: Wer nach Ausbildung oder dem Studium eine Angestelltentätigkeit aufnimmt und mit seinem Gehalt oberhalb der Entgeltgrenze verdient, kann direkt in die Privatversicherung wechseln.


Die Regelungen für bereits Privatversicherte im Überblick:

  • Wer einen Wechsel des Versicherers in Erwägung zieht, muss die vertraglichen Kündigungsfristen beachten. Je nach Gesellschaft ist eine Kündigung zum Kalenderjahres- oder Versicherungsjahresende möglich. Zudem gelten bei manchen Versicherern Mindestvertragslaufzeiten von zwei oder drei Jahren. Vor Ablauf gibt es grundsätzlich keine Wechselmöglichkeit.
  • Bei Beitragserhöhungen in der PKV besteht ein außerordentliches Kündigungsrecht - auch vor Ablauf der Mindestvertragslaufzeit. Die Kündigung gilt zum Zeitpunkt der Beitragsänderung. Die Frist beträgt jedoch lediglich vier Wochen nach Erhalt über die Prämienerhöhung.


Grundsätzlich sollten Privatversicherte vor einem Anbieterwechsel den Tarifwechsel prüfen. In der Regel bieten die Gesellschaften verschiedene Tarife an. Durch einen Umstieg lassen sich meist überdurchschnittliche Einsparungen erzielen.

 

Vergleich zur privaten Krankenversicherung

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