Welche Tarife mit Selbstbehalt in der PKV sind optimal?

Die mehr als 40 privaten Krankenversicherungen bieten insgesamt mehr als tausend Tarifkombinationen an. Grundsätzlich lassen sich daher als allgemeingültige Aussagen über den optimalen Tarif mit Selbstbehalt nicht treffen. Denn der persönliche Bedarf lässt sich nicht für jeden Interessenten treffen. In einem ersten Schritt sollten daher die Leistungen der PKV-Tarife verglichen werden.

Grundsätzlich gilt in der PKV jedoch das gleiche wie bei anderen Versicherungen: Tarife mit Selbstbeteiligung sind günstiger als Tarife ohne einen Selbstbehalt. Da Selbständige den kompletten PKV-Beitrag aus der eigenen Tasche zahlen müssen, bietet sich eine höhere Eigenbeteiligung an. Auf diese Weise ist die monatliche Beitragsbelastung geringer und die Liquidität des Unternehmers wird geschont. Vor allem Existenzgründer möchten die monatlichen Fixkosten nach der Gründung so gering wie möglich halten. Wichtig ist, dass eine Finanzreserve in Höhe des Selbstbehalts gebildet wird. Damit steht im Krankheitsfall der erforderliche geldbetrag zur Verfügung.

Wie hoch die Ersparnis ist, hängt vom jeweiligen Tarif und der Selbstbeteiligung ab. In der Regel wird der monatliche PKV-Beitrag bei einem Eigenbehalt von 300 EUR im Jahr mindestens um 25 EUR geringer ausfallen. Zu beachten ist, dass die PKV-Beiträge zu großen Teilen steuerlich geltend gemacht werden können. Der Selbstbehalt kann in der Regel nicht bei der Steuererklärung berücksichtigt werden. Daher muss die Wahl der Eigenbeteiligung auch unter diesem Gesichtspunkt erfolgen.

Arbeitnehmer erhalten einen Arbeitgeberzuschuss zur PKV. Sofern der gesetzliche Höchstbetrag nicht ausgeschöpft wird, bietet es sich, auf eine Selbstbeteiligung zu verzichten. Eine Beteiligung des Firmenchefs an der Eigenbeteiligung erfolgt nämlich nicht.

Vergleich zur privaten Krankenversicherung

Weitere Fragen und Antworten