Wann erhält man einen Zuschuss für den PKV-Basistarif?

Für den Basistarif gilt ein festgelegter Höchstbeitrag, der sich am Höchstsatz für die gesetzlichen Krankenkassen orientiert. Nicht jeder Privatversicherte ist jedoch in der Lage, den vollen Satz zu zahlen. Daher gewähren die örtlichen Gemeinden bzw. Arbeitsagenturen einen Zuschuss. Dafür muss zunächst die Hilfebedürftigkeit festgestellt werden. Als hilfebedürftig gilt, wer seinen Lebensunterhalt aus Arbeitseinkommen und vorhandenem Vermögen nicht bestreiten kann.

Der Nachweis über das Vorliegen der Hilfebedürftigkeit muss dem PKV-Unternehmen vorgelegt werden. Damit erfolgt eine Reduzierung des Höchstbeitrags für den Basistarif um die Hälfte. Nachdem Langzeitarbeitslose in der Vergangenheit die vollen Kosten für den PKV-Basistarif nicht erhalten haben, hat das Bundessozialgericht entschieden, dass die Jobcenter zur vollen Übernahme verpflichtet sind. Um das Existenzminimum zu gewährleisten, müsse der volle Beitrag übernommen werden, so die Richter.

Der Basistarif ist durch die Beitragsbindung an den GKV-Höchstsatz in der Regel nicht die günstigste Alternative. Seit der Einführung dieses Tarifs verlangen Jobcenter und Sozialämter von den Betroffenen jedoch die Umstellung in den teureren und leistungsschwächeren Tarif.

Vergleich zur privaten Krankenversicherung

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