Gibt es Einsteigertarife in der PKV?

Als Einsteigertarif in der PKV werden Tarife bezeichnet, die sich durch einen besonders günstigen Beitrag auszeichnen und Leistungen aus Basis der gesetzlichen Krankenkassen bieten. Diese Tarife werden alternativ auch Elementar- oder Grundschutztarife genannt.

Die privaten Krankenversicherer werben vor allem unter der Berufsgruppe der Selbstständigen und Freiberufler um Neukunden. Darunter befinden sich oftmals Existenzgründer, die die monatlichen Belastungen durch eine private Krankenversicherung möglichst gering halten wollen. Um diesem Personenkreis die PKV zu günstigen Konditionen anzubieten, wurden spezielle Einsteigertarife entworfen. Oftmals sind diese mit dem Haus- oder Primärarztprinzip ausgestattet. Der Versicherte muss zunächst einen Allgemeinmediziner aufsuchen, der im Bedarfsfall die Überwiesung an einen Facharzt vornimmt. Dadurch sollen teure Facharztbesuche und Doppeluntersuchungen vermieden werden.

Der Leistungskatalog der Einsteigertarife sieht eingeschränkte bzw. keine Leistungen für Heilpraktiker und alternative Heilmethoden vor. Der Leistungsumfang für Psychotherapie, Brillen und Zahnersatz ist ebenfalls eingeschränkt. Stationäre Behandlungen werden von Belegärzten durchgeführt. Die Unterbringung ist im Mehrbettzimmer vorgesehen. Damit unterscheiden sich die Einsteigertarife deutlich von den ebenfalls angebotenen Premium- oder Vollschutzangeboten.

Der Vorteil der Einsteigertarife liegt im günstigen Monatsbeitrag. Im Vergleich zu den gesetzlichen Kassen können vor allem Existenzgründer deutlich sparen. Zudem ist es bei zahlreichen Versicherern möglich, die Leistungen innerhalb einer bestimmten Frist ohne erneute Gesundheitsprüfung auszuweiten.

Vergleich zur privaten Krankenversicherung

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