Welche Leistungen werden von einer privaten Krankenversicherung nicht übernommen?

Die Leistungen einer privaten Krankenversicherung (PKV) ergeben sich aus den Musterbedingungen (MB/KK) sowie den Tarifbedingungen. Während die Musterbedingungen für alle Versicherungsunternehmen gelten, werden die Tarifbedingungen von jedem PKV-Unternehmen selbst festgelegt. Bestimmte Leistungen sind nicht Bestandteil einer PKV. Dazu zählen z.B.:

  • Krankheiten und Unfälle, die auf Vorsatz beruhen,
  • Krankheiten und Unfälle, die aufgrund von Einsätzen in Kriegsgebieten entstanden sind,
  • Kur- und Sanatoriumsaufenthalte,
  • Rehabilitationsmaßnahmen,
  • Kurortbehandlungen, wenn der Versicherte dort nicht ständig wohnt.

Auch wenn in diesen Bereichen keine grundsätzliche Leistungspflicht des privaten Krankenversicherers besteht, lohnt sich die Anfrage um Kostenübernahme. Möglich ist, dass der Tarif eine Erstattung vorsieht oder dass der Versicherer auf dem Kulanzwege einer (anteiligen) Übernahme der Kosten zustimmt. So gibt es Tarife, die auf die Anwendung der Kurortklausel verzichten. Dies bedeutet, dass Behandlungen in einem Kurort selbst dann versichert sind, wenn der Versicherte dort nicht seinen ständigen Wohnsitz hat.

Unser Tipp: Prüfen Sie vor Vertragsschluss die Leistungsbereiche des angebotenen PKV-Tarifs. In jedem Fall ist es ratsam, das sogenannte Kleingedruckte vor Vertragsunterzeichnung genau zu studieren und Fragen mit einem unabhängigen PKV-Experten zu klären.

Vergleich zur privaten Krankenversicherung

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