Welche Leistungen bietet die PKV für Zahnersatz?

 

Gesetzlich Versicherte wissen, dass Zahnersatz (z.B. Brücken, Implantate, Inlays) hohe Kosten verursachen können. In der privaten Krankenversicherung (PKV) sind die Leistungen für Zahnersatz in den jeweiligen Tarifbestimmungen des Versicherers geregelt. In der Regel liegt die Erstattung zwischen 75 und 80 Prozent der tatsächlich entstandenen Kosten. Eine Beschränkung auf bestimmte Materialien wird grundsätzlich nicht vorgenommen.

Eine Ausnahme bilden jedoch kostengünstige Einsteigertarife. Bei derartigen Tarifen orientieren sich die Leistungen am Katalog der gesetzlichen Krankenkassen. So kann es vorkommen, dass lediglich 50 oder 60 Prozent der Kosten übernommen werden. Ein geschlossener Leistungskatalog des Versicherers legt fest, für welche Materialien eine Erstattung erfolgt.

Unbedingt beachten sollten Versicherte die Zahnstaffel, mit der eine Summenbegrenzung erfolgt. Der Privatversicherer erstattet in den ersten Versicherungsjahren die Kosten für Zahnbehandlungen und Zahnersatz nur bis zu einer vertraglich festgelegten Höhe. In der Regel ist die tarifliche Leistung in den ersten zwei bis vier Vertragsjahren auf 1.000 oder 2.000 Euro begrenzt. Es gibt jedoch auch Versicherer, die eine Zahnstaffel über zehn Jahre strecken. Nur wenige Unternehmen verzichten auf die Anwendung der Summenbegrenzung.

Tipp: Bitte holen Sie vor einer kostenintensiven Behandlung unbedingt einen Heil- und Kostenplan von Ihrem Zahnarzt ein. Die PKV prüft die aufgeführten Positionen und teilt Ihnen im Vorfeld mit, welche Kosten möglicherweise nicht oder nur teilweise übernommen werden. So können Sie sich unnötigen Ärger bei der anschließenden Abrechnung ersparen.

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