Welche Leistungen sind im Basistarif der PKV versichert?

 

Der Basistarif in der PKV wurde vom Gesetzgeber zum 1. Januar 2009 eingeführt. Grundlage bildet die Nachbildung des gesetzlichen Leistungskatalogs in der privaten Krankenversicherung. Für den Basistarif gilt ein gesetzlich vorgegebener Höchstbeitrag und ein Annahmezwang für den zugangsberechtigten Personenkreis. Die Versicherungsleistungen sind in den Musterbedingungen MB/BB festgelegt. Leistungskürzungen in der gesetzlichen Krankenversicherung werden wirkungsgleich auf den Basistarif der PKV übertragen.

Damit unterscheidet sich der Basistarif in wesentlichen Punkten von den herkömmlichen Produkten in der PKV. Das sonst übliche höherwertige Leistungsniveau existiert nicht. Eine vertragliche Garantie der Leistungen gibt es nicht. Für den Basistarif gilt der Grundsatz, dass die Leistungen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein müssen. Der Tarif muss einheitlich von allen PKV-Unternehmen angeboten werden. Folgende Leistungen kennzeichnen den Basistarif:

  • Arzt: Kein Status als Privatpatient, da nur Vertragsärzte in Anspruch genommen werden dürfen. Analog zur GKV muss die Praxisgebühr entrichtet werden.
  • Arzneimittel: Erstattung von rezeptpflichtigen Medikamenten mit einem hohen Anteil von Nachahmerpräparaten. Die Zuzahlung ist auf sechs Euro je Arzneimittel begrenzt.
  • Heilpraktiker: Keine Tarifleistung.
  • Krankenhaus: Die Unterbringung erfolgt im Mehrbettzimmer. Es besteht keine freie Krankenhauswahl. Der Patient ist an die Einweisungsentscheidung des Arztes gebunden. Die Zuzahlung beträgt 10 Euro/Tag für maximal 28 Tage.
  • Vorsorgeuntersuchungen: Erstattung für gesetzlich eingeführte Vorsorgeprogramme.
  • Zahnbehandlung: Grundversorgung mit einfachen Materialien. Für Zahnersatz gibt es eine Erstattung von 50 bis 65 Prozent der zahnärztlichen Standardversorgung der GKV.

 

 

Vergleich zur privaten Krankenversicherung

Weitere Fragen und Antworten