Wie erfolgt die Erstattung von Rechnungen in der PKV?

Privatversicherte erhalten nach Abschluss einer Behandlung die Rechnung in zweifacher Ausfertigung zugesandt. Das Original muss zur Erstattung durch die PKV an die Versicherung geschickt werden. Nach Prüfung der Arztrechnung und der einzelnen Positionen überweist die PKV das Geld an den Versicherten. Dieser wiederum kann im Anschluss die Arztrechnung begleichen.

Zu beachten ist, ob eine tarifliche Selbstbeteiligung vorliegt. Bei einem feststehenden Betrag von z.B. 400 EUR pro Jahr leistet der Privatversicherer erst, wenn die Arztrechnungen diesen Betrag übersteigen. Privatversicherte sollten ebenfalls die Regelungen zur Beitragsrückerstattung im Auge behalten. Bei hohen Rückvergütungen lohnt es sich, kleinere Arztrechnungen aus der eigenen Tasche zu bezahlen. Teilweise schütten die PKV-Unternehmen bei Leistungsfreiheit bis zu sechs Monatsbeiträge aus.

Krankenhausrechnungen werden direkt zwischen Klinik und Versicherung abgerechnet. Nur die Rechnung für Wahlleistungen wie die Einbettzimmer wird an den Versicherten versandt.

Bei aufwendigen Zahnarztbehandlungen (z.B. Inlays oder Zahnersatz) ist es empfehlenswert, vor Behandlungsbeginn einen Heil- und Kostenplan einzuholen und bei der Versicherung einzureichen. Andernfalls ist die PKV berechtigt, die Leistungen zu kürzen. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass der Zahnarzt Leistungen mit einem zu hohen Satz abrechnet.

In jedem Fall ist es ratsam, vor einer Dauerbehandlung (z.B. Krankengymnastik) die Tarifbestimmungen des eigenen PKV-Vertrags zu überprüfen. Vor allem bei den kostengünstigen Einsteigertarifen sind "versteckte" Selbstbehalte eingearbeitet. Um bei der Abrechnung keine unangenehmen Überraschungen zu erleben, bietet sich die vorherige Rücksprache mit dem Privatversicherer an.

Vergleich zur privaten Krankenversicherung

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