Ist eine Selbstbeteiligung in der PKV sinnvoll?

 Die private Krankenversicherung (PKV) bietet den Vorteil, dass die Tarife entsprechend den individuellen Bedürfnissen gewählt werden können. Je nach eigenem Wunsch kann eine Selbstbeteiligung zwischen 300 und 5.000 EUR pro Jahr festgesetzt werden. Natürlich werden in der Privatversicherung auch Tarife ohne Eigenbeteiligung angeboten. Vorteil der Selbstbeteiligung ist, dass der monatlich zu zahlende Beitrag geringer ausfällt. Die Ersparnis ist teilweise überproportional. Dies bedeutet, dass bei einem jährlichen Eigenbehalt von 300 EUR die monatliche Beitragsersparnis mehr als 25 EUR beträgt.

Grundsätzlich ist bei der Selbstbeteiligung zwischen Arbeitnehmern und Selbständigen zu unterscheiden. Arbeitnehmer erhalten vom Firmenchef einen Arbeitgeberzuschuss für die PKV. An den Kosten für den Selbstbehalt beteiligt sich der Arbeitgeber hingegen nicht. Daher wählen Arbeitnehmer tendenziell eher Tarife mit einem geringen oder gar keinem Selbstbehalt. Anders stellt sich die Situation für Freiberufler und Selbständige dar. Vor allem bei Existenzgründern spielt die Beitragshöhe bei der PKV eine entscheidende Rolle. Um die finanziellen Belastungen bei Unternehmensstart so gering wie möglich zu halten, bieten sich höhere Selbstbehalte bis 1.000 EUR pro Jahr an.

Wichtig ist, dass der Privatversicherte auf dem Girokonto eine Rücklage in Höhe der vereinbarten Selbstbeteiligung bildet. Bei Behandlungen, die über den Jahreswechsel hinausgehen, fällt dieser Betrag zweimal an, da zwei Versicherungsjahre betroffen sind.

Ebenfalls beachten sollten PKV-Versicherte, dass der Beitrag für die sogenannten Basisaufwendungen steuerlich geltend gemacht werden kann. Verringert sich der monatliche Beitrag durch eine höhere Eigenbeteiligung, ist der steuerlich absetzbare Betrag auch geringer.

Vergleich zur privaten Krankenversicherung

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