Wie berechnet sich der Beitrag zur privaten Krankenversicherung?

In der privaten Krankenversicherung spielt anders als in der GKV das Einkommen keine Rolle bei der Beitragsberechnung. Bei den Privatversicherern erfolgt die Kalkulation an Hand versicherungsmathematischer Grundsätze. Es gilt  das Prinzip von Leistung und Gegenleistung (Äquivalenzprinzip). Mit anderen Worten: Ältere Versicherte zahlen einen höheren PKV-Beitrag als jüngere Menschen. Wer Vorerkrankungen aufweist, muss einen Risikozuschlag zahlen.

Folgende Merkmale werden für den Beitrag in der PKV herangezogen:

  • Alter,
  • Gesundheitszustand,
  • Tarifleistungen.


Bei der Kalkulation des PKV-Beitrags wird berücksichtigt, dass die Gesundheitskosten im Alter höher ausfallen. Daher wird eine Altersrückstellung gebildet, die vom Versicherten vom 21. bis zum 60. Lebensjahr zu zahlen ist. Das angesparte Kapital wird ab dem 65. Lebensjahr aufgelöst und zur Abmilderung von Beitragserhöhungen eingesetzt. Im Idealfall muss der Beitrag nicht mehr angehoben werden.

Der Gesundheitszustand spielt bei der Beitragsberechnung eine wesentliche Rolle. Die privaten Versicherer schützen dadurch die Versichertengemeinschaft vor absehbaren und außerordentlich hohen Kosten, die zu einer Beitragserhöhung führen würden. Die Krankengeschichte wird bei Antragsaufnahme geprüft. Daher zahlen z.B. Allergiker oder Personen mit Rückenbeschwerden einen höheren Beitrag als Antragsteller ohne Vorerkrankungen. Erkrankungen, die nach Versicherungsbeginn in der PKV auftreten, führen jedoch nicht zu einem höheren Beitrag.

Vergleich zur privaten Krankenversicherung

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