Wie werden Heilmittel in der PKV erstattet?

Heilmittel sind medizinische Dienstleistungen, die vorwiegend äußerlich zur Behandlung einer Krankheit eingesetzt werden. Sie müssen von Angehörigen bestimmter Gesundheitsfachberufe erbracht werden. Zu den Heilmitteln in der PKV zählen z.B. Massagen, Krankengymnastik, podologische Therapie, Logopädie und Ergotherapie.

Privat Krankenversicherte haben die freie Wahl zwischen allen medizinischen Leistungsanbietern. Je nach Tarifbestimmung erfolgt die Erstattung bis zu 100 Prozent für entstandene Aufwendungen. Um Unstimmigkeiten bei der Kostenerstattung zu vermeiden, sollten Privatversicherte im Vorfeld klären, welche Heilmittel in welcher Höhe erstattet werden. Vor allem bei sogenannten Einsteigertarifen ist in der Regel eine Selbstbeteiligung von 20 bis 25 Prozent vorgesehen.

Grundlage der Erstattung bilden die Musterbedingungen der Krankheitskostenvollversicherung MB/KK 94. Die Tarifbeschreibungen des Versicherers konkretisieren diese Musterbedingungen. Wie bei den Hilfsmitteln gibt es Versicherer, die einen offenen Heilmittelkatalog anbieten, bei denen keinerlei Beschränkungen hinsichtlich der erstattungsfähigen Behandlungen vorgenommen werden, sofern medizinische Notwendigkeit vorliegt. In der Regel sehen die Tarifbestimmungen jedoch einen geschlossenen Katalog vor, in dem die erstattungsfähigen Therapieformen abschließend aufgelistet werden.

Bei gesetzlich Versicherten erfolgt die Kostenübernahme für Heilmittel nur bei bestimmten Erkrankungen. Zudem gibt es für bestimmte Behandlungen, z.B. Massagen, eine Mengenbeschränkung für Verordnungen. 10 Prozent der Kosten und 10 Euro je Verordnung sind vom Kassenpatienten zu zahlen.

Vergleich zur privaten Krankenversicherung

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