Wie werden Hilfsmittel in der PKV erstattet?

Bei Hilfsmitteln handelt es sich um technische Mittel, die körperliche Beeinträchtigungen oder Behinderungen mildern oder ausgleichen sollen. Dazu zählen z.B. Brillengläser und Kontaktlinsen sowie Hörgeräte, Prothesen und Krankenfahrstühle. Die Erstattung von Hilfsmitteln in der PKV ist in den jeweiligen Tarifbestimmungen des Versicherers geregelt. Dabei gibt es wesentliche Unterschiede.

In der Regel haben die PKV-Unternehmen einen geschlossenen Hilfsmittelkatalog entworfen. In dem Verzeichnis sind sämtliche erstattungsfähige Hilfsmittel aufgeführt. Nur die dort aufgeführten Gegenstände werden auch tatsächlich erstattet. Technische Weiterentwicklungen werden somit nur auf dem Kulanzweg von der PKV bezahlt. Die Anpassung des Hilfsmittelkatalogs an neueste medizinische Erkenntnisse erfolgt nur, wenn es der Versicherer genehmigt. Dazu müssen die Mehrkosten von einem Aktuar kalkuliert werden.

Leistungsstarke Tarife sehen einen offenen Hilfsmittelkatalog vor. In der Praxis bieten jedoch nur wenige private Krankenversicherer einen derartigen Katalog an. Versicherte erhalten demzufolge Hilfsmittel erstattet, wenn dies medizinisch notwendig ist und Heilung verspricht. Einschränkungen auf bestimmte Gegenstände sind nicht vorgesehen. Lediglich bezüglich der Kostenerstattung kann es Kürzungen geben, wenn z.B. nur einfache Ausführungen bezahlt werden.

In der gesetzlichen Krankenversicherung erfolgt die Leistung nach dem Hilfsmittelverzeichnis. Die Kosten für Sehhilfen werden nur in Ausnahmefällen übernommen. Es sind Zuzahlungen von fünf bis zehn Euro zu leisten.

Vergleich zur privaten Krankenversicherung

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