Warum erhalten PKV-Versicherte schneller einen Arzttermin?

Zunächst einmal sollte man festhalten, dass die medizinische Versorgung in Deutschland im weltweiten Vergleich zu den besten zählt. Bei Notfällen und in der Akutversorgung gibt es zwischen gesetzlich und Privatversicherten keinen Unterschied. In der Regel erfolgt die Versorgung noch am selben Tag. Bei der Terminvergabe kann es vorkommen, dass PKV-Kunden den Kassenpatienten vorgezogen werden. Dies haben verschiedene Studien in der Vergangenheit gezeigt.
 
Auch bei den Wartezeiten in der Arztpraxis gibt es Unterschiede zwischen Kassen- und Privatpatient. Wer bei der PKV versichert ist, wird in der Regel schneller zum Arzt vorgelassen.

Der Grund liegt in der Honorierung der Arztleistungen. In der PKV können die Ärzte die erbrachten Leistungen nach dem tatsächlichen Aufwand abrechnen. Zahlreiche Praxen sind auf Privatpatienten angewiesen, um die Medizintechnik und das Personal bezahlen zu können. Die rund 10 Prozent PKV-Versicherten sorgen durch die verursachungsgerechte Abrechnungsweise für knapp 30 Prozent der Umsätze.

Vergleich zur privaten Krankenversicherung

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