Für welche Bereiche gilt die Selbstbeteiligung in der PKV?

Die Höhe und die Art einer Selbstbeteiligung in der privaten Krankenversicherung hängen vom gewählten Tarif ab. Grundsätzlich lässt sich durch die Übernahme eines bestimmten Rechnungsbetrages aus der eigenen Tasche der monatliche Beitrag für die PKV verringern. In jedem Fall sollte man prüfen, wie hoch die tatsächliche Belastung mit und ohne Eigenbeteiligung ist.

In der PKV gibt es Versicherungstarife ohne Selbstbeteiligung bis hin zu Tarifen mit einer jährlichen Eigenbeteiligung von 5.000 EUR. Diese sogenannten Großschadentarife wurden vor allem für Selbständige und Freiberufler entwickelt. Die Selbstbeteiligung kann für folgende Bereiche gelten:

  • Ambulant, stationäre, Zahn,
  • Ambulant und Zahn,
  • Ambulant.

Zudem gibt es einige Tarife, die eine prozentuale Selbstbeteiligung vorsehen. Dies bedeutet, dass der Versicherer z.B. einen Anteil von 80 Prozent des Rechnungsbetrages bis zu einer tariflich festgelegten Höhe übernimmt. Der Rest ist vom Versicherten zu tragen. Nach Überschreiten der Höchstgrenze werden die Kosten zu 100 Prozent vom PKV-Unternehmen bezahlt.

Vor allem bei sogenannten Einsteigertarifen in der PKV gibt es tarifliche Selbstbehalte bei Inanspruchnahme bestimmter Leistungen. Dies kann z.B. bedeuten, dass bei ärztlichen Behandlungen 10 EUR je Behandlungstag zu zahlen sind oder dass bei Hei- und Hilfsmitteln stets ein Eigenbeitrag von 10 EUR je Verordnung zu erbringen ist.

PKV-Interessenten sollten vor Abschluss die Regelungen zu den Selbstbehalten genau prüfen. Wichtig ist, dass für die Eigenleistungen eine Höchstgrenze gilt. Ansonsten läuft der Versicherte Gefahr, dass bei lang andauernden Erkrankungen hohe Zuzahlungen auf ihn zukommen. Grundsätzlich gilt, dass sich für Arbeitnehmer eine hohe Selbstbeteiligung nicht rechnet. Der Arbeitgeberzuschuss wird nämlich nur auf den zu zahlenden PKV-Beitrag gewährt. Die Eigenbeteiligung zahlt der Versicherte selbst.

Übrigens ist die Umstellung in einen Tarif mit einer höheren Selbstbeteiligung jederzeit problemlos möglich. Nur wer seine Zuzahlungen verringern möchte, muss in der Regel Angaben zu seinem Gesundheitszustand machen. Bei gesundheitlichen Beschwerden kann einem das PKV-Unternehmen somit den Zutritt zu einem Tarif mit geringer Eigenbeteiligung verweigern. Daher ist es ratsam, gleich zu Versicherungsbeginn eine mögliche geringe Selbstbeteiligung zu vereinbaren.

Vergleich zur privaten Krankenversicherung

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