Was leistet die private Pflegepflichtversicherung?

Mit der Pflegeversicherung erfolgt die finanzielle Absicherung des Risikos der Pflegebedürftigkeit. Jeder privat Krankenversicherte ist verpflichtet, eine private Pflegepflichtversicherung abzuschließen. In der Regel erfolgt der Abschluss bei dem Unternehmen, das auch den PKV-Vertrag führt.

Die Leistungen der privaten Pflegepflichtversicherung entsprechen dem Niveau der sozialen Pflegeversicherung bei den gesetzlichen Krankenkassen. Die Leistungen werden grundsätzlich nur gewährt, wenn sich der Pflegebedürftige im Inland aufhält. Je nach Grad der Pflegebedürftigkeit werden die ambulanten Kosten für eine häusliche Pflegehilfe durch Pflegedienste erstattet:

  • Pflegestufe 1: 450 EUR/Monat ab 1.1.2012,
  • Pflegestufe 2: 1.100 EUR/Monat ab 1.1.2012,
  • Pflegestufe 3: 1.550 EUR ab/Monat 1.1.2012.

Bei besonders schweren Fällen beläuft sich die maximal Erstattung auf 1.918 EUR pro Monat. Wenn Bekannte oder Angehörige die Pflege vornehmen wird ein folgendes Pflegegeld ausgezahlt:

  • Pflegestufe 1: 235 EUR/Monat ab 1.1.2012,
  • Pflegestufe 2: 440 EUR/Monat ab 1.1.2012,
  • Pflegestufe 3: 700 EUR ab/Monat 1.1.2012.

Eine Kombination der Kostenerstattung für den Pflegedienst und die Zahlung eines Pflegegeldes ist möglich. Die Kosten für Pflegehilfsmittel werden abzüglich einer Eigenbeteiligung von 10 Prozent, maximal 25 EUR, übernommen. Für Verbrauchsmittel werden bis zu 31 EUR im Monat gewährt.

Wenn die Pflege nicht zu Hause durchgeführt werden kann, erfolgt die Pflege in einer teilstationären Pflegeeinrichtung. Dabei werden maximal die oben aufgeführten Kosten für Pflegedienste erstattet. Bei stationärer Pflegebedürftigkeit gibt es folgende Leistungen:

  • Pflegestufe 1: 1.023 EUR/Monat ab 1.1.2012,
  • Pflegestufe 2: 1.279 EUR/Monat ab 1.1.2012,
  • Pflegestufe 3: 1.550 EUR ab/Monat 1.1.2012.

Auch hier gilt: Bei besonderen Ausnahmefällen werden ab 2012 1.918 EUR übernommen. Die Kosten für Unterbringung und Verpflegung sind vom Pflegebedürftigen selbst zu zahlen. Grundsätzlich gilt, dass die ambulante Pflege Vorrang von der stationären Pflege hat.

Vergleich zur privaten Krankenversicherung

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