Wie erfolgt die Auszahlung von Versicherungsleistungen in der PKV?

In der privaten Krankenversicherung werden die Versicherungsleistungen je nach Tarifbestimmungen erstattet. Nur die Leistungen, die versichert sind, werden auch erstattet. Im Zweifel empfiehlt sich die Rücksprache mit dem Versicherer, die dafür in der Regel eine spezielle Beratung über eine Hotline anbieten.

Grundsätzlich müssen dem ÜKV-Unternehmen die Originalrechnungen vorgelegt werden. Kopien werden nicht akzeptiert. Der Privatversicherer prüft, ob die Rechnungen dem Grunde nach und der Höhe zu erstatten ist. Nach Abzug einer möglichen Selbstbeteiligung wird der fällige Betrag auf das Konto des Versicherungskunden überwiesen. Einige Gesellschaften bieten die Garantie, dass die Rechnungsüberprüfung maximal drei bis fünf Werktage in Anspruch nimmt. Die Bearbeitung kann bei einem hohen Rechnungsaufkommen bis zu 14 Tage dauern.

Nach dem Erhalt der Überweisung durch das PKV-Unternehmen kann der Versicherungsnehmer den gesamten Rechnungsbetrag an den Arzt überweisen. Wenn der Tarif eine hohe Eigenbeteiligung im Krankheitsfall (z.B. 1.000 bis 2.000 EUR) vorsieht, macht die Einreichung von Rechnungen nur Sinn, wenn der Rechnungsbetrag über der Selbstbeteiligung liegt. Außerdem sollten die aktuellen Regelungen zur Beitragsrückerstattung beachtet werden.

Eine Ausnahme besteht im Fall eines stationären Aufenthalts. Bei Aufnahme in die Klinik unterschreibt der Versicherte eine Abtretungserklärung. Damit ist gewährleistet, dass das Krankenhaus direkt mit der Versicherung abrechnen kann. Lediglich die Kosten für wahlärztliche Behandlungen erhält der Versicherte direkt vom behandelnden Chefarzt.

Vergleich zur privaten Krankenversicherung

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