Welche Unterschiede bestehen zwischen PKV und GKV bei Kuren?

Die Übernahme der Kosten für Kuren ist in der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung unterschiedlich geregelt. In der GKV kann die Kasse eine ambulante oder stationäre Vorsorgekur auf Antrag bewilligen. Die medizinische Notwendigkeit wird vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen überprüft. Ambulante Kuren werden mit 10 EUR pro Tag für Unterkunft und Verpflegung bezuschusst. Wenn eine stationäre Kur erforderlich ist, übernimmt die Kasse die Kosten vollständig bis auf einen Eigenanteil von 10 EUR pro Tag. Eine Kur wird jedoch nur alle drei Jahre bewilligt.

In der privaten Krankenversicherung ist die Erstattung von Kurleistungen grundsätzlich nicht vorgesehen. Über einen speziellen Kurkosten-Tarif können die Behandlungs- und Unterbringungskosten jedoch abgesichert werden. Über die Notwendigkeit einer Kur entscheiden Arzt und Privatversicherter gemeinsam. Bei den Kurkosten-Tarifen gibt es zwei Formen:

  • Absicherung der tatsächlichen medizinischen Kosten oder
  • Zahlung eines pauschalen Tagessatzes zur freien Verwendung.

Bei den privaten Kurtarifen gilt, dass der Beitrag umso günstiger ist, je früher der Versicherte den Tarif beantragt. Daher sollte der Zusatztarif idealerweise bei Wechsel in die PKV gleich mit beantragt werden.

Vergleich zur privaten Krankenversicherung

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