Muss der gesetzlichen Krankenkasse der Abschluss der PKV nachgewiesen werden?

Seit 2007 gilt in Deutschland eine allgemeine Krankenversicherungspflicht. Im Jahr 2009 wurden auch die privaten Krankenversicherungen einbezogen. Jeder Beamte, Freiberufler, Selbstständiger oder Angestellter muss über eine Krankenversicherung verfügen - egal ob GKV oder PKV. Um zu vermeiden, dass freiwillig Versicherte den gesetzlichen Krankenschutz kündigen und keinen PKV-Vertrag abschließen, hat der Gesetzgeber den Folgeversicherungsnachweis eingeführt.

Sofern ein freiwillig gesetzlich Versicherter seine Kassenmitgliedschaft kündigt, muss derjenige innerhalb von vier Wochen nach Kündigung die Bestätigung des Folgeversicherers einreichen. Andernfalls wird die Kündigung zurückgewiesen und der ursprüngliche Schutz bleibt unverändert fortbestehen. Die privaten Krankenversicherungen stellen zusammen mit der Annahmebestätigung einen Nachweis über die bestehende Folgeversicherung aus.

PKV-Neukunden sollten darauf achten, dieses Schreiben innerhalb der gesetzlichen Frist an die gesetzliche Krankenkasse weiterzuleiten. Nur so ist gewährleistet, dass der PKV-Vertrag zum beantragten Termin beginnen kann.

Trotz der Krankenversicherungspflicht gibt es übrigens noch immer bis zu 70.000 Personen, die keinen Krankenschutz vorweisen können. Ihnen drohen empfindliche Strafen und die Rückzahlung der Beiträge bis zum Datum der gesetzlich verankerten Versicherungspflicht.

Vergleich zur privaten Krankenversicherung

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