Werden in der PKV Personen mit Vorerkrankungen versichert?

Im Rahmen der Gesundheitsprüfung muss jeder Antragsteller die  Behandlungen und Beschwerden in den letzten fünf bis zehn Jahren angeben. Die privaten Krankenversicherer beabsichtigen an Hand der Risikoprüfung die Kosten für die Versichertengemeinschaft so gering wie möglich zu halten. Je nach Art und Schwere der Erkrankung verlangt das PKV-Unternehmen einen Zuschlag auf den herkömmlichen Tarifbeitrag (Risikozuschlag). Dadurch ist gewährleistet, dass auch Vorerkrankungen voll in den Versicherungsschutz einbezogen werden.

Die Risikozuschläge können bei fünf oder 50 Prozent liegen. Dies hängt von den voraussichtlichen Kosten ab, die der Versicherer nach Versicherungsbeginn zu tragen hat.

In seltenen Fällen kann auch ein Leistungsausschluss vereinbart werden. Für die bereits existierende Erkrankung besteht dann kein Anspruch auf Versicherungsleistungen.

Bei besonders schweren Vorerkrankungen wie z.B. Diabetes oder schweres Asthma lehnt der Privatversicherer den Antrag ab. Ein Versicherungsschutz in der PKV ist in diesem Fall nicht möglich. Eine Ausnahme besteht für Beamte, für die es innerhalb eines festgelegten Zeitraums einen Kontrahierungszwang in der PKV gibt. Dies gilt im Übrigen auch für Kinder von bereits Privatversicherten. Für sie besteht ab Geburt automatisch Versicherungsschutz in den gleichen Tarifen wie der privat versicherte Elternteil.

Vergleich zur privaten Krankenversicherung

Weitere Fragen und Antworten