Kann ich als Student in die PKV wechseln?

Grundsätzlich gilt für Studenten die Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Allerdings besteht bei der erstmaligen Einschreibung an einer deutschen Hochschule die Möglichkeit, in die private Krankenversicherung (PKV) zu wechseln. Der Gesetzgeber hat dafür eine Frist von drei Monaten vorgesehen. Bei Erstimmatrikulation zum 1. Oktober eines Jahres können sich Studenten somit bis 31. Dezember für die PKV entscheiden. Der Wechsel ist jedoch nur möglich, wenn nicht in der Zwischenzeit Leistungen der GKV in Anspruch genommen wurden.

Die Entscheidung für die PKV ist unwiderruflich, d.h. der Student ist an die Entscheidung für die gesamte Studiendauer gebunden. Dies schließt auch ein Zweitstudium oder den Wechsel der Fachrichtung mit ein.

Studenten können bis zum 25. Lebensjahr über die Familienversicherung der Eltern beitragsfrei in der GKV versichert werden. Danach können Studenten Mitglied der GKV oder PKV werden. Für die gesetzlichen Kassen gelten bis zum 30. Lebensjahr vergünstigte Tarife. In der PKV bieten einige Versicherer den speziellen Studententarif PSKV an. Über die jeweiligen Vor- und Nachteile sollten sich Studenten von einem Fachmann beraten lassen.

Ab dem 30. Lebensjahr müssen sich Studenten freiwillig in der GKV versichern und einen Beitrag von mindestens 140 EUR pro Monat zahlen. Durch die Statusänderung ist der PKV-Wechsel möglich. Die PKV-Unternehmen bieten besonders günstige Tarife für unter 100 EUR pro Monat an. Die Tarife in der Privaten sind individuell wählbar. Wer z.B. das Einbettzimmer im Krankenhaus versichern möchte, kann dies ebenso tun wie hohe Brillenleistungen oder Zahnleistungen.

Vergleich zur privaten Krankenversicherung

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