Können sich Beamte privat krankenversichern?

Beamte und Angestellte des öffentlichen Dienstes erhalten vom Dienstherrn einen Teil der Kosten für die Krankenversicherung erstattet. Die sogenannte Beihilfe wird jedoch nur gewährt, wenn eine private Krankenversicherung (PKV) abgeschlossen wird. Mit der Beihilfe kommt der Dienstherr seiner Fürsorgepflicht nach. Die Beihilfe wird für den Beamten selbst und seine nicht arbeitenden berücksichtigungsfähigen Angehörigen gewährt. Einen weiteren Zuschuss zur Krankenversicherung gibt es nicht.

Über die PKV versichern Beamte die sogenannten Restkosten. Je nach Beihilferegelung (Bund, Bundesländer) müssen zwischen 20 und 50 Prozent der Krankheitskosten privat abgesichert werden. Dazu gibt es spezielle Tarife, die auf die Bedürfnisse der Beamten ausgerichtet sind.

Beim Bezug eines Ruhegehalts erhöht sich der Beihilfezuschuss von 50 auf 70 Prozent, so dass ein geringerer Anteil privat versichert werden muss. Kinder erhalten einen Zuschuss von 80 Prozent von der Beihilfestelle.

Eine Besonderheit gilt bei Erstverbeamtung: In der PKV gilt für einen Zeitraum von sechs Monaten ein Kontrahierungszwang. Die PKV-Unternehmen dürfen keine Ablehnung aussprechen, der maximale Risikozuschlag ist auf 30 Prozent begrenzt.

Vergleich zur privaten Krankenversicherung

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