Können sich Ärzte und Zahnärzte privat krankenversichern?

 

Für Ärzte und Zahnärzte gelten die gleichen gesetzlichen Bestimmungen zum PKV-Wechsel wie für Arbeitnehmer und Freiberufler. Wer als Mediziner in der eigenen Praxis tätig ist, kann sich ohne Einkommensbeschränkungen in der privaten Krankenversicherung (PKV) versichern. Es gelten die ordentlichen Kündigungsfristen zum Ende des übernächsten Monats. Ein Sonderkündigungsrecht besteht, wenn der Mediziner zuvor versicherungspflichtig beschäftigt war und ein Statuswechsel vorliegt. In diesem Fall kann der Übertritt in die PKV zum Stichtag der Aufnahme der freiberuflichen Tätigkeit vollzogen werden.

Für angestellte Ärzte und Zahnärzte gilt die Versicherungspflichtgrenze für Arbeitnehmer. Erst bei einem dauerhaften Überschreiten der Gehaltsgrenze ist der Wechsel in die Privatkasse möglich. Die Gehaltsgrenze wird jedes Jahr der Lohnentwicklung angepasst. Berufsstarter können gleich der PKV beitreten, wenn das Einstiegsgehalt die erforderliche Grenze übersteigt. Wer mit seinem Einkommen im laufenden Jahr den Wert übersteigt, wird zum 1. Januar des Folgejahres versicherungsfreies Mitglied der GKV und kann der Privaten beitreten.

Die Entscheidung für oder gegen die private Krankenversicherung hängt von zahlreichen Faktoren ab. Versicherte sollten daher vorab die weitere Familiensituation sowie die Versicherung des Ehepartners überprüfen. In der PKV ist eine kostenlose Mitversicherung der Familie nicht möglich.

Vergleich zur privaten Krankenversicherung

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