Kann ich während der Elternzeit in der PKV versichert bleiben?

Die Versicherungsmöglichkeiten während der Elternzeit in der privaten Krankenversicherung (PKV) sind im Sozialgesetzbuch V (§ 8 SGB V, Absatz 1 und Absatz 4) geregelt. Grundsätzlich besteht der PKV-Vertrag während der Elternzeit fort. Zu beachten ist, dass der Arbeitgeberzuschuss für den Zeitraum der Elternzeit nicht gezahlt wird. Der Wechsel in die gesetzliche Krankenkasse aufgrund einer Schwangerschaft ist nicht möglich.

Wenn während der Elternzeit eine versicherungspflichtige Beschäftigung bis maximal 30 Wochenstunden als Teilzeit ausgeübt wird, kann sich die/der Betroffene per Antrag von der einsetzenden Versicherungspflicht in der GKV befreien lassen. Für den Zeitraum der Elternzeit bleibt der PKV-Vertrag dann bestehen. Die Frist für die Befreiung beträgt drei Monate. Bei der Ausübung einer Beschäftigung beteiligt sich der Arbeitgeber am PKV-Beitrag. Allerdings ist die Höhe auf den Betrag begrenzt, der bei einer Versicherung in der GKV entstehen würde.

Dies gilt seit Januar 2011 auch für Personen, die im Anschluss an die Elternzeit oder des Bezugs von Elterngeld eine Tätigkeit aufnehmen, bei der die Arbeitszeit auf maximal die Hälfte von vergleichbaren Vollbeschäftigten begrenzt und bei Vollbeschäftigung ein Gehalt oberhalb der Entgeltgrenze bringen würde. Dafür muss jedoch der Arbeitnehmer seit mindestens fünf Jahren versicherungsfreies Mitglied sein. Die Zeiten des Elterngeldbezugs werden angerechnet.

Vergleich zur privaten Krankenversicherung

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